Ich wurde im 1975 in Tschernigiw/ Ukraine geboren, wo ich seit 1994 bis zu meiner Einreise nach Deutschland im 1998 an der Staatlichen Akademie für Bildende Kunst in Kiew bei Prof. Mykola Storozhenko Malerei studierte. In Deutschland folgten seit dem Jahr 2000 fünf Jahre des Studium an der Staatlichen Kunstakademie Münster bei Prof. Udo Scheel. Seit 2003 lebe und arbeite ich als freie Künstlerin in Köln.

Über meine Kunst

Die Suche nach Individualität und eigener künstlerischen Sprache spielt für mich eine wichtige Rolle. Entscheidend dabei ist, dass es mir nicht so sehr nach der Originalität, sondern viel mehr um Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit sich selbst und dem Publikum gegenüber geht.

In meiner Arbeit widme ich mich den Themen der mich umgebenden Welt, zu denen mich die Großstadt, mit ihren U-Bahnen, Bahnhöfen und dem Leben, das darin herrscht, inspiriert. Den Rhythmus der Stadt suche ich durch die Darstellung der Menschengruppen, der Innen- und Außenräume dieser Stadt wiederzugeben. Selbst Gegenstände des Alltags werden bei mir zum Bildobjekt. In allen meinen Bilder widme ich mich diesem Alltag des Frieden. Es geht mir um das “Alltägliche”, in dem die menschliche Wärme und Licht verborgen sind, wodurch das „Gewöhnliche“ auch glücklich machen kann, mit der Hoffnung erfüllt, sobald man darin diese Wärme und Licht erkennt. Allein die Tatsache, dass es der Friedensalltag ist, genügt, um man dieses „Gewöhnliche“ schätzt, genießt und nicht zu verlieren bemüht. Denn heute wie nie spüren wir, wie zerbrechlich der Frieden sein kann. Viele Menschen, die noch gestern im Frieden lebten, haben ihn heute schon nicht mehr.

In den letzten zwei Jahren widme ich mich dem Thema des Gedenken und Erinnern an den Opfern des Zweiten Weltkrieges. Dadurch möchte ich meinen unbeschreiblichen Schmerz ausdrücken, den ich empfinde, wenn ich daran denke. Durch diese Bilder drücke ich meine  Sorge aus, Sorge um diejenigen, die man liebt. Es geht mir um das Schöne, das so zerbrechlich und schutzlos ist. Um die Menschenwürde und das Leben, die so ungeheuer zerdrückt wurden. Um den unbeschreiblichen Schmerz vor der Vernichtung der Lebenden, Liebenden, Schutzlosen und Friedlichsten. Es geht mir um den Schmerz vor der Ausweglosigkeit der Schicksale der Millionen von Menschen, die zu den Opfern der ungeheuren Katastrophe der Menschengeschichte wurden. Es geht mir auch um den Schmerz, vor eigener Hilflosigkeit sich selbst und die, die man liebt davor zu schützen. Es geht mir um den Schmerz, dass man für alle diese Menschen nie wieder etwas tun kann, außer sie nicht zu vergessen. Und dazu möchte ich mit meinen Bildern beitragen, dass man Erinnern an sie in seinem Herzen ewig hält und liebt. Durch die Arbeit an diesen Bildern knie ich mich ganz tief vor allen diesen Menschen. Und dies zu tun ist mein inneres Bedürfnis und innere Pflicht.

Über mein Studium

Ich habe die Klasse für monumentale Malerei und Tempelkultur bei Prof. Storozhenko abgeschlossen. Die Entstehung dieser Klasse in 1994 galt schon als besonderes Ereignis in der Geschichte der Staatlichen Kunstakademie Ukraine in Kiew. Das Besondere lag in der innovativen Idee der Verbindung im Studium des Akademisch-rationalem mit dem Sakral-Irrationalen, der zwei scheinbar nicht kombinierbaren, weil diametral unterschiedlichen Richtungen. Das Ausbildungsprogramm bestand aus der Kombination der akademischen Ausbildung, die sich bei diesem Prof. nicht nur auf die russische Kunst, sondern in der ersten Linie auf die großen Vorbilder der italienischen und deutschen Renaissance orientierte, mit der Auseinandersetzung mit der Sakralen Kultur der religiösen Malerei. Diese Auseinandersetzung, die durch das Erlernen der alten Techniken und durch das Kopieren der Ikonen der ukrainischen, russischen und Byzantinischen sakralen Kunst stattfand, spielte eine besondere Rolle in der geistigen und professionellen Entwicklung der Studenten. Man lernte dadurch große Verantwortung für seine Kunst zu tragen, so zu sagen „sakral“ zu denken. Die Kunst und deren Entstehungsprozess wurden für die Studenten „heilig“, weil sie Liebe und Hingabe bedeuteten.

Parallel dazu spielte Das Zeichnen und Malen vom Modell, Lehre der Perspektive und Anatomie eine große Rolle im Studium und verstand sich als einer der wichtigsten und unentbehrlichen Grundstein der künstlerischen Ausbildung. Aber selbst das Akademisches Zeichen und Malen war in dieser Klasse anders erlebt, als in den anderen Klassen der Akademie. Man erlebte die Natur vom Inneren her und nicht mehr vom Außen.

Die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Stilrichtungen und Epochen in der Kunst bereicherte die Studenten, und befähigte sie dazu, eigenständig zu denken, selber Entschlüsse zu fassen, um dadurch ihre künstlerischen Freiheit zu finden.

Auszeichnungen

2014
Certificate of Excellence, PALM ART AWARD 2014, www.palm-art-award.com/winners2014.html

2007
Förderpreis Odenthal, Odenthal

1998
Auszeichnung der Prüfungskommission der Staatlichen Akademie für Bildende Kunst, Kiew für die Vordiplomarbeit, Kiew

1997
Staatlicher Preis des Regierungspräsidiums, Kiew